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Goldener Boden 2.0: Gründen im Handwerk

Das Handwerk ist eine der größten Branchen Deutschlands. Top-Konjunktur einerseits - Fachkräftemangel andererseits, sind perfekte Bedingungen für Erfolg durch Neugründungen oder Übernahmen Doch was muss man beachten?


Handwerk ist altbacken? – Von wegen!


Egal in welchen Beruf ihr gelernt habt, eins haben alle gemeinsam: exzellente Zukunftsaussichten und die Freude, mit eigenen Händen sichtbare Ergebnisse zu produzieren. Handwerk heißt aber nicht verstaubt oder altmodisch, sondern bedeutet in vielen Berufen High-Tech pur: Die volldigitale Tischlerei ist längst Realität, der Orthopädieschuhmacher vermisst Füße mit modernster Computertechnik, der Kfz-Techniker produziert Oldtimer-Ersatzteile im 3D-Druck.

Hohe Qualifikationen wie die "Meisterpflicht", sind oft Voraussetzung, um sich als Handwerker selbstständig machen zu können. Daneben existieren allerdings auch viele Handwerke, die ohne Qualifikationsnachweis betrieben werden können, das sind sogenannte zulassungsfreie Handwerker und handwerksähnliche Betriebe.


Übernahme ist Trumpf!

Allein im Großraum Köln suchen über 3.000 Handwerksbetriebe in den nächsten Jahren einen Nachfolger oder eine Nachfolgerin – beste Chancen also, einen passenden, bereits eingeführten Betrieb zu finden.

Doch wie den richtigen Betrieb finden? Bei Fragen vor, während und nach der Übernahme ist die Handwerkskammer die zentrale Anlaufstelle. Hier (LINK) gibt es eine komplett kostenfreie Betreuung während des gesamten Prozesses, die bis zur Bewertung von Maschinen, Gebäude und Kundenstamm reicht.

Oft ist eine Mitgliedschaft bei der Handwerkskammer aber auch Pflicht für die Handwerker, die sich selbstständig machen möchten.


Finanzierung und Förderung

Banken und Sparkassen unterstützen Gründer im Handwerk besonders gerne. Warum? Weil Handwerksgründungen besonders stabil sind und weil die Kreditinstitute mit besonders großer Wahrscheinlichkeit ihre Kredite und Darlehen zurückbekommen.

Jede Neugründung oder Übernahme durch eine Handwerksmeisterin oder einen Handwerksmeister kann durch die Meistergründungsprämie NRW gefördert werden: Hier gibt es pro Unternehmen 7.500,00 € Zuschuss, also "geschenktes" Geld. Aber Vorsicht: Erst Antrag stellen, dann für das Unternehmen aktiv werden.

Voraussetzung ist neben einigen Formalitäten aber nur die Schaffung eines sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplatzes über 24 Monate.


Erfolgreich gründen

Nach der Planung und Finanzierung folgt noch die Anmeldung. Wenn dann alle Formalitäten umgesetzt sind, kann man mit der Kundenakquise loslegen und vorhandene Kundenbindungen ausbauen.

Handwerk hat goldenen Boden, heißt es - aber Achtung: Ein Handwerksunternehmen zu gründen ist kein Zuckerschlecken!


Autor:

Dipl.-Kfm. Dirk Hecking Abteilungsleiter Kaufmännische Unternehmensberatung Handwerkskammer zu Köln

E-Mail: hecking@hwk-koeln.de Büro: 0221/2022-346 Web: www.hwk-koeln.de Facebook: @hwk.koeln

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